Low-Code: Chancen und Möglichkeiten

Cedrik Dudek
Co-Founder
Stand:
10/2020

Low Code: Chancen und Möglichkeiten für die Digitalisierung des Mittelstands

Die digitale Transformation ist ein herausfordernder Prozess, der besonders den Mittelstand vor hohe Anforderungen stellt. Oft fehlt es hier im Vergleich zur größeren Konkurrenz an durchdachten Konzepten zur Nutzung des Potenzials der Digitalisierung. Fehlendes IT-Know-how oder mangelnde IT-Infrastruktur gehören zu den Gründen. Low Code ist eine Methode, mit der kleine und mittlere Unternehmen Unterstützung für die digitale Transformation erfahren. Vereinfachung, Beschleunigung und Agilität sind nur einige der Vorteile, die Low Code für die Digitalisierung im Mittelstand bietet.

Stellenwert des Low Code für die Digitalisierung im Mittelstand


Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben im Hinblick auf die digitale Transformation oft noch Nachholbedarf gegenüber größeren Konzernen. Untersuchungen der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zufolge, gibt der Mittelstand zwar immer mehr für Projekte für die digitale Transformation aus. Trotz der zunehmenden Budgetausgaben im Mittelstand bleibt die Nutzung der digitalen Möglichkeiten jedoch oft auf einzelne, einfache Anwendungen beschränkt. Zu diesen Werkzeugen gehören etwa Cloud-Speicher oder Kommunikations-Tools. Nur ein Bruchteil des Mittelstands verfolgt eine übergeordnete Strategie für die digitale Transformation. Gründe für die mangelnde Digitalisierung im Mittelstand liegen meist in einer Kombination aus hohen Kosten für digitale Infrastruktur und fehlendem IT-Fachpersonal im eigenen Unternehmen.

Gleichzeitig wachsen die Herausforderungen im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung und der größeren Konkurrenz im Mittelstand. Wenn Sie als Verantwortlicher in einem mittelständischen Unternehmen weiter damit warten, in eine Digitalisierungsstrategie zu investieren, geht wertvolles Potenzial für ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell für die digitale Transformation verloren.


Low Code im Überblick: Herkunft und Bedeutung für die digitale Transformation


Begrifflich bedeutet Low Code so viel wie "geringer Code-Aufwand". Es geht darum, mit wenig Code und wenig Programmierarbeit ansprechende Applikationen zu entwickeln. Überwiegend geht es um die Erstellung von Softwarelösungen, die andernfalls einer aufwändigen Programmierung bedürfte. Low Code bedient sich durchdachter Modellierungsmethoden und Applikationsdesigns. Die Modellierungskonzepte verfügen über graphische Oberflächen und visuelle Darstellungen. Software und Applikationen sind entsprechend nicht über herkömmliche, manuelle Programmiermethoden zu entwickeln.

Der Begriff Low Code ist zurückzuführen auf die Analysten Clay Richardson sowie John Rymon. Diese Analysten des Marktforschungsinstituts Forrester Research prägten die Bezeichnung Low Code in einem Bericht aus dem Jahr 2014 ( New Development Platforms Emerge For Customer-Facing Applications).

Grundsätzlich lässt sich der Gedanke des Low Codes zurückführen bis in die 1990er Jahre. In dieser Zeit sind viele Programmier-Ansätze entstanden, die dem Nutzer die Arbeit vereinfachen. Unter dem Begriff RAD (Rapid Application Development) entstanden beispielsweise Delphi und Visual Basic.

Im Zuge der Digitalisierung ist Low Code insbesondere im Zusammenhang mit entsprechenden Low Code Development Plattformen von Bedeutung. Diese kamen zunächst in den USA auf und haben sich zu einem wichtigen Baustein für die digitale Transformation von Unternehmen entwickelt. Gemeinsam ist ihnen, dass die Erstellung von Applikationen und Software ohne große Programmierkenntnisse möglich sein soll. Ein kennzeichnendes Merkmal der Low Code Plattformen ist die Gestaltung von Anwendungen nach Baukasten-Prinzip. Endnutzer im Mittelstand können dank visueller Applikationslogik ohne besonderes Know-how Softwarelösungen für die digitale Transformation nach eigenen Kriterien entwickeln.

Das Marktforschungs-Unternehmen Forrester schätzt, dass bis zum Jahr 2022 im Zuge der Digitalisierung der Markt für Low Code Plattformen ein Volumen von bis zu 22 Milliarden US-Dollar erreichen wird.


Abgrenzung zum No Code


Das Kürzel "Low" weist bereits darauf hin, dass entsprechende Plattformen nicht ganz ohne Programmierung funktionieren. Daher gilt es vom Low Code den No Code Ansatz abzugrenzen. Letzterer sieht überhaupt keine Programmierarbeit mehr vor. In No Code Plattformen ist eine weitere Programmierung zudem nicht möglich. No Code gilt daher als Weiterentwicklung des Low Codes. Die meisten dieser Angebote und Plattformen richten sich spezifisch an Endanwender, teils sogar an private Nutzer. Dies bietet Komfort-Vorteilen steht allerdings entgegen, dass ein Anschluss komplexerer Systeme oder individueller Bausteine nicht mehr möglich ist. Damit ist der reine No Code für die digitale Transformation von Unternehmen weniger geeignet.

Wann Programmierarbeit für die digitale Transformation im Mittelstand erforderlich ist oder wird, hängt im Wesentlichen vom konkreten Projekt und den damit verbundenen Anforderungen ab. Einer Faustregel zufolge kann etwa 80 Prozent aller Anwendungs- oder Softwareentwicklung ohne Programmierung erfolgen. Für Individualisierungen, Spezialisierungen und Feinjustierungen ist zumindest grundlegende Programmierarbeit erforderlich.


Low Code und seine Vorteile für die Digitalisierung des Mittelstands


Mit Low Code sinken die Barrieren zur Entwicklung der Anwendungen für die digitale Transformation im Mittelstand. Damit wird Low Code zu einem wichtigen Eckpfeiler für die Digitalisierung des Mittelstands. Neben dem unmittelbaren Vorteil der schnellen und zeitnahen Erstellung der Software bietet der Ansatz eine Reihe weiterer Vorteile.


Intuitive Entwicklung und Verwaltung


Die IT-Infrastruktur vieler Unternehmen ist gerade im Zuge der Digitalisierung im Mittelstand geprägt von einer Vielzahl aufwändiger Systeme, beispielsweise Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) oder verschiedene Personalwesen-Softwarelösungen. Zahlreiche Technologien sind unternehmensintern oder auch übergreifend zu integrieren. Gleichzeitig steigt die Herausforderung für den Mittelstand, schnell Ergebnisse zu erzielen. Diese Anforderungen rufen nach einer modernen Lösung, in der sich Anwendungen ohne große Hürden entwickeln, betreiben und verwalten lassen. Sowohl online als auch offline, mobil sowie am Desktop lassen sich die Herausforderungen mit Low Code meistern. Web- und mobile Anwendungen lassen sich direkt von internen Mitarbeitern mit nur geringer Einarbeitungszeit erstellen.


Unabhängigkeit des Mittelstands von externen Entwicklern


Low Code kann als Ausweg aus dem fehlenden Know-how für die Digitalisierung im Mittelstand verstanden werden. Die digitale Transformation ist für viele Unternehmen gerade aufgrund fehlender IT-Expertise ein Problem. Wo aufwändige Anwendungen bisher Programmierkenntnisse erforderten, bietet Low Code eine Alternative.

Applikationen lassen sich über Low Code Plattformen komfortabel und ohne große Kenntnisse vom Endnutzer erstellen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Konfiguration von Funktionen eines Programms durch eine grafische Benutzeroberfläche (GUI: Graphical User Interface). Damit trägt der Ansatz dazu bei, eine der größten Herausforderungen im Mittelstand hinsichtlich der Digitalisierung zu meistern. Durch grafische Benutzeroberflächen und Drag-and-Drop-Logik können auch nicht-IT-Fachleute unter den Mitarbeitern Anwendungen erstellen. Sie erstellen eigene, individuell ausgerichtete Apps. Dies geschieht unabhängig davon, welche Kapazitäten oder Ressourcen für die Digitalisierung gerade im Unternehmen zur Verfügung stehen.


Entlastung der Ressourcen bei der Digitalisierung des Mittelstands


Dank der einfachen graphischen Programmierumgebung der Low Code Plattformen können Mitarbeiter verschiedener Abteilungen im Mittelstand an der Erstellung der Anwendungen teilnehmen. Dies entlastet das IT-Fachpersonal des Unternehmens bei den Aufgaben der Digitalisierung. Die IT-Abteilung, falls vorhanden, muss sich nicht mit den wiederkehrenden und einfachen Aufgaben befassen. Dies trägt dazu bei, sich besser auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können. Geld und Ressourcen lassen sich für aufwändigere Aufgaben der Digitalisierung sparen.


Flexible Anwendungsentwicklung in den verschiedenen Abteilungen


Die Unabhängigkeit von Programmierexperten ermöglicht die flexible Entwicklung spezialisierter Applikationen für die verschiedenen Unternehmensbereiche im Mittelstand. Nicht-Programmierer unterschiedlicher Fachabteilungen können am Prozess der Softwareentwicklung produktiv teilhaben und damit die digitale Transformation vorantreiben. Damit können sowohl einzelne Nutzer als auch ganze Abteilungen ihre jeweils benötigten Anwendungen gestalten. Damit verbunden ist der Vorteil, dass jeweils spezialisiertes fachliches Know-how ohne Umweg über IT-Experten in die erstellten Applikationen fließt. Dies trägt zur fachlichen Qualität der Anwendungen bei. Die Nutzer können so auch besser den jeweiligen Anforderungen und Zeitplänen genügen.


Einfache Erstellung und geringe Einarbeitungszeit


Die enorme Vereinfachung des Programmieraufwands für den Mittelstand wird auf Low-Code-Plattformen realisiert über verschiedene grafische Entwicklungsbausteine. Dazu gehören Tabellen und Flussdiagramme. Das Drag-and-Drop-Prinzip ermöglicht eine Modellierung individueller Anwendungen. Dazu gehören Datenbankmodelle ebenso wie Business-Lösungen und Benutzeroberflächen. Bereits nach kurzer Einarbeitungszeit sind auch fachfremde Mitarbeiter imstande, professionelle Entwicklungsarbeiten durchzuführen. Die Low Code Entwicklung wird dabei auch dem Bedarf an aufwändigen Anwendungen für die digitale Transformation gerecht. Eine Anpassung an konkrete Anforderungen im Mittelstand wird damit ermöglicht.


Zeitersparnis durch schnellere Entwicklung für die digitale Transformation


In der herkömmlichen Entwicklung nimmt die Erstellung aufwändiger Anwendungen viel Zeit in Anspruch. Das Schreiben von Code ist auch für qualifiziertes IT-Fachpersonal eine zeitintensive Tätigkeit, da Einiges manuell einzugeben ist. In Anbetracht zunehmender Konkurrenz im Mittelstand ist diese benötigte Zeit oft nicht mehr vorhanden. Einer besonders naheliegender Vorteil der Low-Code-Entwicklung ist daher die deutliche Zeitersparnis für die Digitalisierung. Die Erstellung der Anwendungen erfolgt nicht nur einfacher, sondern mit einem bis zu zehnfachen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der regulären Programmierung.

Vollständige digitale Applikationen und Prozesse lassen sich in Abhängigkeit ihres Anspruchs bereits innerhalb weniger Stunden oder einiger Tage erstellen. Die Benutzeroberfläche sowie die Anwendungsentwicklung entstehen bei der Erstellung des Konzepts in einer Low-Code-Plattform parallel. Sobald jemand eine Anwendung entwickelt, wird im gleichen Moment eine graphische Oberfläche generiert. Dies ist ein weiterer Beitrag zur Effizienz und zur Verkürzung der Entwicklungszeit im Mittelstand.


Agilität: Anpassungsfähigkeit an neue Herausforderungen der Digitalisierung

Die Anforderungen, die sich an Unternehmen des Mittelstands richten, sind im Zuge der Digitalisierung dem ständigen Wandel unterworfen. Damit steigt der Bedarf der Anpassung der Systeme und Prozesse an die neuen Gegebenheiten. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit werden die Anwendungen in der Low-Code-Entwicklung ebenso schnell fit für die neuen Herausforderungen und Ansprüche. In der herkömmlichen Programmierung ist selbst bei kleinen Änderungen der Anforderungen oft ein größerer Eingriff in den Code oder zumindest eine längere Einarbeitungszeit erforderlich. Mit der Unterstützung durch Low Code Plattformen entfällt dieser Aufwand.

Ein wesentlicher Punkt der Digitalisierung im Mittelstand ist die Prozessoptimierung. In diesem Zusammenhang ist Agilität von besonderer Bedeutung und beschreibt die höchste Stufe der Anpassungsfähigkeit. Agilität ist insbesondere im Zusammenhang mit der schnellen Reaktion auf neue Kundenanforderungen von Bedeutung. In Anbetracht des zunehmenden Wettbewerbs um die digitale Transformation im Mittelstand können sich nur solche Unternehmen längerfristig behaupten, die schnell auf diese Herausforderungen reagieren. Mit Low Code gelingt die agile Umsetzung neuer Anwendungen. Sowohl mobil als auch am Desktop lässt sich dieses Potenzial nutzen und innerhalb weniger Tage oder Stunden auf neue Anforderungen der Digitalisierung reagieren.

Integration bereits vorhandener Systeme


Integrativität ist ein wichtiger Faktor in der Unternehmenswelt, auch für die Digitalisierung im Mittelstand. Vorhandene Systeme sollen im Zuge der Digitalisierung in der Regel weiter genutzt und durch neue Anwendungen bereichert werden. Low Code Lösungen lassen sich über offene Schnittstellen meist problemlos in die vorhandene Infrastruktur integrieren. Damit fügen sich die erstellten Anwendungen in die existierende Architektur ein. Im Idealfall entsteht eine Plattform, die sämtliche Apps effizient miteinander verknüpft. Diese Möglichkeit hängt auch von der Wahl der passenden Plattform ab. Bei Integration der neuen Anwendungen in die gewohnten Systeme können Mitarbeiter in vertrauter Umgebung weiterarbeiten. Diese Umgebung wird erweitert um ergänzende Tools und Apps, die sich leicht entwickeln und erlernen lassen.


Schnellere Erstellung von Prototypen


Nach Einführung des Low Codes in einem Unternehmen kommt es schnell zur Erstellung einer Vielzahl neuer Anwendungen. Der geringe Aufwand und die vereinfachte Zugänglichkeit laden zur intensiven Nutzung ein. Schnell erkennen Mitarbeiter der Unternehmen im Mittelstand den Mehrwert einer solchen Plattform. Erstellte Anwendungen sind schnell bereit für die Nutzung. Größere Transitions- oder Einführungsphasen fallen nicht an. Diese Eigenschaft kommt auch und insbesondere dem Prototypenbau in Zeiten der Digitalisierung zugute. Wenn im Unternehmen neue Ideen und Konzepte entstehen, lassen diese sich mit Hilfe des Low Codes umsetzen und anschließend unmittelbar im Praxiseinsatz testen. Davon profitiert das Prototyping. Dieses wird erleichtert, während sich durch die Testmöglichkeit die Akzeptanz bei möglichen Endnutzern fördern lässt.


Vielfalt und individuelle Lösungen


Die intuitive Low Code Programmierung geht mit nahezu grenzenlosen Möglichkeiten für die Digitalisierung im Mittelstand einher. Prozesse, Dienstleistungen und Produkte lassen sich auf vielfältige Weise digital vorantreiben. Mit durchdachten Technologien lassen sich Produkte fortwährend verbessern. Herausforderungen wie die digitale Kommunikation mit Kunden (beispielsweise über soziale Medien), responsive Darstellung von Bestellungen oder Zahlungsvorgänge erfordern eine stete Anpassung und Verbesserung. Auch die zunehmende Bedeutung von IoT-Geräten (Internet of Things) ist ein Beispiel für einen Bereich, der eine schnelle Reaktion auf neue Herausforderungen braucht. Mittels Low Code können Sie schnell auf neue Bedürfnisse oder neue unternehmerische Wachstumsziele reagieren und entsprechende Applikationen in Ihre IT-Landschaft integrieren. Damit wird die Low Code Plattform zu einer wertvollen Brücke zwischen IT und Business.


Responsivität und mobile Anwendungen


Die digitale Transformation im Mittelstand lässt gleichermaßen die Bedeutung verschiedener Endgeräte und Geräteplattformen steigen. Potenzielle Kunden setzen voraus, dass die Webpräsenz eines Unternehmens ansprechend mobil dargestellt wird. Moderne Low-Code-Plattformen ermöglichen die Responsivität, sprich die Anpassung der Apps und ihrer Darstellung auf verschiedenen Endgeräten. Bereits ab Werk achten die Betreiber von Low-Code-Plattformen auf responsive Anpassung. Damit ist gewährleistet, dass darauf entwickelte Apps stets das gleiche Erscheinungsbild und die gleichen Funktionen haben. Dies funktioniert unabhängig von der Art der Auflösung oder der Größe des Bildschirms des genutzten Geräts. Ebenso sind die Apps für alle gängigen Plattformen verfügbar, sodass keine Änderung oder Anpassung erforderlich ist. Low Code Plattformen sind optimiert für mobile Anwendungsszenarien in der digitalen Transformation. Zu diesem Zwecke nutzen sie etwa native Geräteeigenschaften wie Sensoren, Standortbestimmung oder die eingebaute Kamera.


Low Code Plattformen und ihre Gemeinsamkeiten


Für die Low-Code-Programmierung finden sich eine Reihe verschiedener Low-Code-Plattformen (auch als Low-CodeAutomation-Plattform bekannt). Sie stammen von unterschiedlichen Anbietern und verfolgen teils verschiedenartige Konzepte und Funktionen für die digitale Transformation. Dabei weisen sie jedoch grundlegende Gemeinsamkeiten auf. Gemeinsam ist den meisten Anbietern eine visuelle Präsentationsschicht mit graphischen Editoren. Damit lassen sich Oberflächen-Elemente beziehungsweise das Nutzer-Interface gestalten und anordnen. Weiterhin verfügen typische Plattformen über eine Schicht mit Geschäftslogiken. Auch diese sind meist mit visuellen Editoren ausgestattet und eignen sich für die Erstellung von geschäftlichen Prozessen und Entitäten. Dies wird ergänzt durch eine Datenschicht, die der Erzeugung von Geschäftsentitäten dient. Zudem sind die Plattformen mit grundlegenden Diensten wie Autorisierung und Authentifizierung ausgestattet.


Funktionsweise im Überblick


Die visuellen Editoren der Low-Code-Development-Plattformen verfolgen im Hinblick auf die Oberflächenerstellung typischerweise den klassischen WYSIWYG-Ansatz (What You See Is What You Get). Auf einer graphischen Zeichenfläche sind bestimmte Strukturelemente vorhanden, die Sie als Nutzer nach Belieben ausrichten können. Daraus erstellen die visuellen Editoren entweder einen Quellcode oder eine Definition für die Oberfläche.

Aufwändiger ist das Datenmanagement für die digitale Transformation. Tabellen und andere Elemente sind mit Daten aus bestimmten Quellen (beispielsweise Kundendatenbanken) zu befüllen. Diese Herausforderung meistern Low-Code-Plattformen ebenso mit visuellen Editoren. Ihre Stärke besteht darin, dass alle anfallenden Datenzugriffe und Mappings nicht manuell erfolgen müssen. Alleine dies trägt bereits zu einer enormen Zeitersparnis bei. Die Umsetzungslogik ist je nach Development-Plattform verschieden.

Geht es um die Erstellung der Logiken, stellt sich die Frage, wie sich ohne Code festlegen lässt, was bei einem bestimmten Klick geschieht. Auch hier arbeiten die Plattformen mit visuellen Editoren. Diese folgen verschiedenen Ansätzen je nach Plattform und sind imstande, auch komplexe Abläufe für die digitale Transformation zu realisieren. Geht es um besonders aufwändige Probleme der Digitalisierung, so bringen viele Editoren auch eigene Scriptsprachen mit.

Die Herausforderungen der Tests und Deployment der neuen Anwendungen sind im herkömmlichen Programmieralltag von einem enormen Zeitbedarf geprägt. Für Tests der Applikationen bieten Low-Code-Plattformen interne Automatisierungsverfahren. Wenn der Test über Standardprobleme hinausgeht und ein manueller Eingriff erforderlich wird, bedient sich die Low-Code-Plattform auch hier verschiedenen visuellen Editoren.

Ein kennzeichnendes Merkmal der Development Plattformen ist es, die zugrunde liegenden Technologien weitgehend zu verstecken und Endnutzer nicht damit zu konfrontieren. Dadurch soll den Nutzern die Arbeit einerseits so einfach wie möglich gemacht werden, andererseits sollen sie das ganze Funktionsspektrum für die digitale Transformation nutzen können.


Fazit: fit für die digitale Transformation mit Low Code


Low Code stellt gerade für den Mittelstand eine Möglichkeit dar, unter überschaubarem Zeit- und Kostenaufwand Software zu entwickeln. Die Nutzung einer Low-Code-Plattform empfiehlt sich bei passenden Rahmenbedingungen als Unterstützung für die digitale Transformation. Insbesondere dort, wo es um die Erstellung datenintensiver Anwendungen geht, spielt Low Code seine Stärken aus. Kleine und mittlere Unternehmen stehen im Wettbewerb vor der Herausforderung, schnell auf Änderungen der Geschäftswelt zu reagieren. Low Code fördert die digitale Transformation, sorgt für Unabhängigkeit und leistet damit einen Beitrag zur Zukunftssicherheit.

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Über den Autor

Cedrik Dudek
Co-Founder

Cedrik ist Co-Founder von 02100 und schafft es, mithilfe von Low-Code, Unternehmen bis zu 75% produktiver zu machen. 02100 bietet Custom Web-App und Website Entwicklung mit Low-Code an.

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